Motorradbekleidung

Motorradfahrer brauchen schützende Kleidung. Worauf es bei der Auswahl der Motorradgarderobe ankommt, erklären die Experten der Zweirad-Fachbetriebe.

Den besten Schutz bietet nach wie vor die gute, alte Lederkombi, am besten als Einteiler. Denn jede Verbindung von Bekleidungsteilen, sei es durch Reißverschluss oder Naht, ist eine potentielle Schwachstelle.

Bei einem Sturz können sich die Teile voneinander trennen. Die Verletzungsgefahr erhöht sich. Das Material sollte mindestens 1,2 Millimeter dick sein. Nähte sollten doppelt ausgeführt sein: Innen liegende Verbindungen zwischen den Lederstücken stellen sicher, dass sich die Kombi beim Rutschen nicht in ihre Bestandteile auflöst.

Protektoreneinsätze an gefährdeten Stellen wie Schulter, Ellbogen, Hüfte und Knie dämpfen beim Aufprall. Die im Rennsport vorgeschriebenen Windabweiser in Form eines „Buckels“ haben sich in der Praxis nicht nur als aerodynamisch vorteilhaft, sondern auch als Schlag dämpfend erwiesen.

Nicht zuletzt entscheidet die gute Passform. Wenn man auf dem Motorrad sitzt, darf nichts zwicken. Die Länge von Ärmeln und Hosenbeinen muss ausreichend sein. Außerdem sollte noch Platz für die passende Unterbekleidung bleiben.

Hier sorgt Funktionswäsche für das richtige Klima unter der Kombi und verhindert im Fall eines Sturzes, dass sich das Leder direkt auf der Haut in Falten wirft, was zu Quetschungen führen kann.

Bei Handschuhen haben sich Einsätze aus Karbon bewährt, da das Material besonders robust ist. Vor allem an den Handballen sollte der Handschuh doppelt verarbeitet sein. Sind die Handballen mit Schleifnieten versehen, müssen diese von innen unterlegt sein, damit es nicht zu Verletzungen kommt. In höheren Preisklassen verwenden die Hersteller oft Känguruleder, das noch robuster als Rindsleder ist.

Die passenden Stiefel sollten über mindestens 26 Zentimeter Schafthöhe verfügen und am Schienbein einen Schlagschutz aufweisen. Weitere Protektoren, meist als Kunststoffschalen ausgeführt, gehören über Innen- und Außenknöchel sowie über Zehen und Ferse.

Stabile Sohlen sind selbstverständlich, doch sollten sie die Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränken – schließlich muss der Fahrer noch schalten und bremsen können. Sinnvoll sind auswechselbare Schleifer an der Stiefelkante, die zusätzlichen Schutz bieten.

Was Motorradfahrer beim Kauf eines Helms beachten sollten, erfahren Sie hier. Fachgerechte Beratung beim Kauf von Motorradbekleidung erhalten Biker beim Zweirad-Fachbetrieb.